Montag, Hamburg.
Es ist bereits kurz vor der Mittagszeit als wir wieder aus den Federn klettern. Nach dem Frühstück und der zweiten Tasse Kaffee nutzen wir die handvoll Sonnenstrahlen die sich gerade zeigen und machen erst einmal einen Spaziergang. Anschließend ist es Zeit die Halle von den Zeichen der Silvesterparty zu befreien – ab morgen wird hier schließlich wieder gearbeitet.
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Es ist 17:00 Uhr als ich im Büro kurz die Mails checke. Wie erwartet finde ich die Nachricht von Mona. Für Sandra geht es morgen mit dem DAF rüber zum Flughafen und von dort aus dann für Lufthansa nach Arlanda. Ich soll zuerst solo nach Bützow donnern und dort mit einem Trailer von TSU Bode einen Rundlauf Bützow – Wernigerode – Bützow fahren. Ich gebe die Daten kurz in die Routenplanung ein. Knapp eintausend Kilometer, davon insgesamt nicht ganz vierhundert Leerkilometer. Nicht das Optimum, aber ohne Sattelauflieger durchaus vertretbar. Wenn die Konditionen nicht stimmen würden hätte Mona das gar nicht erst in Betracht gezogen. Ich blättere weiter in meinen Mails. Werbung. Werbung. Werbung. Nochmal Mona. Werbung. Werbung.
Momentmal… Noch ne Mail von Mona?
`Aufnahme TSU-Trailer nicht in BÜZ, dort nur das Leergut aus Wernigerode samt Trailer abkippen.´ Es folgt eine Adresse in Hamburg-Billwerder. Und eine Uhrzeit, wann ich dort starten soll.
Ahja… Damit hat die Tour nurmehr gut zweihundert Leerkilometer. Umso besser.
Ich werfe einen Blick auf die Uhr. Die zeigt mir an es wäre kurz vor 19:00 Uhr. So viel zum Thema ‚mal eben kurz… Ich fahre den Computer runter als Sandra auch schon zum Abendessen ruft. „Na, wie sehen unsere Touren aus?“ „So wie Mona schon am Telefon angedeutet hatte. Du fährst mit dem DAF-Zug für Lufthansa vom Flughafen aus über Rødby, Helsingør/Helsingborg nach Arlanda und dann leer nach Hause. Ich nehme den Weißen und fahre damit in den Harz und von da mit Leergut nach Bützow. Trailer stellt der Kunde.“ „Harz klingt gut. Da sollten wir im Urlaub mal hinfahren.“ „Im Sommer oder zum Winterurlaub?“ „Du kannst Fragen stellen. Beides hätte seinen Reiz. Schauen wir mal was uns das Jahr bringt. Du weißt doch: selbst und ständig. Soll ich dir eigentlich von irgendwo aus dann einen Folgeauftrag einplanen?“ „Da würd ich sagen das gucken wir die Tage dann telefonisch. Von Bützow aus donner ich jedenfalls noch mal hier her und fahre einen Trailer nach Odense zum Bär.“ „Mhm. Wann geht’s morgen früh los für uns?“ „Du sollst zwischen 05:00 Uhr und 06:00 Uhr am Cargocenter sein. Ist ja so gut wie um die Ecke. Ich muss erst nach Billwerder runter. Ich würde sagen ich bin spätestens um 05:00 Uhr hier vom Hof. Aufstehen um 03:30 Uhr.“ „Urghs. Das ist ja vorm Aufstehen.“ „Ach komm… Du bist doch sonst auch manchmal schon so früh auf dem Weg nach Södertälje.“ „Das schon. Aber die Strecke kenn ich im Schlaf.“
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Dienstag, Hamburg.
Wie geplant klingelt unser Wecker um 03:30 Uhr. Und auch wenn Sandra gestern Abend nicht so begeistert über die frühe Zeit war ist sie jetzt schneller auf den Füßen als ich. Für die Morgenroutine lassen wir uns nicht allzu viel Zeit – wir wollen lieber noch gemeinsam ein bisschen davon am Frühstückstisch verbringen.
Aber auch hier ist Zeit relativ.
Wir machen die Abfahrtskontrollen an DAF und Scania gemeinsam. Um 04:50 Uhr sind wir damit fertig. Ich packe mir noch die Tageszeitung ein. Eine Umarmung und einen Kuss später sitzen wir in den Trucks und machen uns auf den Weg.
Meiner führt mich zuerst über die Hindenburgstraße und dem Ring2 in den Süden der Stadt wo ich um 05:30 Uhr dann den weiß-blauen Bode-Trailer aufsattele. Auf diesem ist der bekannte Scania-Greif und das V8-Logo abgebildet, mit meiner Zugmaschine passe ich also inhaltlich ganz gut dazu.
An der Anschlussstelle Allermöhe, nicht weit entfernt von der Regattastrecke auf der ich im Oktober mit dem Drachenboot unterwegs war, fahre ich auf die A25 in Richtung A1 auf. Auf dieser geht es kurz darauf am Dreieck Südost in Fahrtrichtung Bremen/Hannover. Am Horster Dreieck steht dann ein weiterer Autobahnwechsel an. Ab jetzt wird mich die die Beschilderung der A7 bis zum Kreuz Hannover-Ost begleiten. Inzwischen ist es kurz vor 06:30 Uhr. Zum Glück bin ich aus Hamburg ohne Stau raus gekommen – ein paar Minuten später und es hätte schon anders aussehen können.
Bis Hannover lässt es sich heute morgen entspannt fahren.

Ich wechsele auf die Warschauer Allee, auch als A2 bekannt.
Kreuz Braunschweig-Nord. Ich nehme die Abfahrt zur A391. Über die A39 und A395 geht es bis zum Dreieck Vienenburg wo ich auf die B6n treffe.



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Es ist 12:00 Uhr. Ich habe meine Paletten bei Wergona in Wernigerode abgeladen. Das Leergut für Bützow haben mir die Lageristen während meiner Pause auch schon drauf gestellt. In der Zwischenzeit habe ich mir am Laptop angeschaut wie ich am besten nach Bützow komme. Etwas über dreihundert Kilometer überwiegend Landstraße.
Mein Telefon klingelt. Auf dem Display eine Rufnummer meiner Zentrale in Uppsala. „Hej. Christian här. Gott nytt år.” ”Hej Tania hier. Danke. Dir auch ein gutes neues Jahr. Wie sieht es bei dir aus? Mona sagt du bist heute im Harz mit einem Kundentrailer?” ”Ja. Gleich aber nicht mehr. Muss mir noch eben die Papiere holen und dann gehts wieder auf Strecke. Grob Richtung Rostock” ”Was denkst du wie weit kommst du?” ”Mal schauen. Ist so gut wie alles Landstraße. Bis Bützow auf keinen Fall mehr. Eher so bis Ludwigslust und dann morgen früh die letzten knapp einhundert Kilometer bis Bützow.” ”Das heißt du könntest dann bis 13:00 Uhr oder bis 14:30 Uhr am Checkin für die Fähre nach Trelleborg sein?” ”An sich schon. Aber: Ich muss noch nach Hamburg und von dort nen Trailer zum Bär in Odense schaffen.” ”Oh. Das hatte ich jetzt nicht auf dem Schirm. Dann kann ich die Fähre einsparen und du fährst von Odense aus solo rüber nach Malmö.” ”Demnach hast du dort was als Anschlussauftrag.” ”Jo. Donnerstag den Doll zum Kunden damit der beladen werden kann und Freitag dann damit nach Helsingborg zum Hafen.” ”Oh ja, mal wieder mit dem Tausendfüßler fahren.” ”Bevor ich’s vergesse… Am Donnerstag bitte auch einen Profiliner oder Koffer zu IKEA in Malmö. Wenn du mit dem Tausenfüßler fertig bist kommst du nämlich mit ner Umlagerung erst mal wieder nach Uppsala. Daten schick ich dir noch per Mail rüber. Bis denn.” ”Vi hörs.”
Ich lege auf und hole mir im Büro die Papiere.
Auf gehts. Blinker links. Vom Wergona-Fabrikgelände fahre ich auf den Neustädter Ring. Am Ende der Straße verlasse ich das Gewerbegebiet, und damit auch Wernigerode, in Richtung B6n.

Es geht wieder in Richtung Dreieck Vienenburg wo ich auf die A395 in Richtung Braunschweig auffahre. Am Kreuz Braunschweig-Süd wechsele ich auf die A39 und halte mich dabei in Richtung Wolfsburg wo diese dann in die B248 übergeht. Ab jetzt kann ich alle Nase lang abbremsen und wieder beschleunigen. Die Strecke ist zwar recht gut ausgebaut – die anderen Verkehrsteilnehmer aber sind scheinbar nicht so recht bei der Sache. Bei einem sind Blinker Sonderausstattung. Der nächste vergisst am Ortsausgang Gas zu geben.
Jembke, Brohme, Kuhfelde. Salzwedel.
Bei Lüchow treffe ich dann auf die B493, die ich aber nach gut zwei Kilometern schon wieder verlasse. Blinker rechts, in die Seerauer Straße. Die Straße wird jetzt schmaler und führt an endlosen Feldern vorbei durchs Wendland. Im Radio spielen Greta van Fleet ihren ‚Highway Tune‘. Von wegen Highway… Nur Landstraße zu sehen…
Ich erreiche die B191 und rolle kurz darauf dann über die Dömitzer Elbbrücke. Kurz vor Neu Kaliß überholt mich ein tiefergelegter Golf mit Berliner Kennzeichen. Am Ortseingang kann ich den Golf immer noch sehen. Ich sehe auch wie die Radarfalle sein Kennzeichen zum Zwecke der Weiterverarbeitung bildlich fest hält. Tja… ich würd sagen hundert Punkte auf der Haben-Seite.
Ich erreiche einen Kreisverkehr. Kurz darauf steuere ich den weißen Scania auf die A14 in Fahrtrichtung Schwerin. Knapp neun Kilometer später setze ich den Blinker rechts und lasse den Zug auf dem Parkplatz ‚Ludwigsluster Kanal Ost‘ ausrollen.
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Ich habe das Radio laufen. ‚… Hey, hier kommt Alex! Vorhang auf für ein kleines bisschen Horrorschau. …” In der Zeitung, die ich mir gerade aus der Tasche geholt hab springt mir ein Artikel über den deutschen Politiker Dobrindt ins Auge. Na klasse. Jetzt wissen die ‚Toten Hosen‘ im Radio schon, was in der Zeitung steht.
Den Rest des Tages verbringe ich damit die Zeitung zu lesen und ein wenig im Internet zu surfen. Anschließend noch ein wenig Kurzhanteltraining – das geht überall und auch im Winter; zwanzig Minuten reichen völlig aus…
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Mein Telefon klingelt. Sandra. ”Hi Süße.” ”Huhu mein Schatz. Ich wollt dir nur kurz Gute Nacht sagen. Wie weit bist du heut gekommen?” ”Ich bin jetzt Nahe Ludwigslust auf dem ersten Parkplatz auf der A14, wenn du Dömitz über die Elbe bist.” Ein kurzer Moment Funktstille. ”Achso, ja… hab ich vor Augen. Hat Mona dir schon was im Anschluss verpasst?” ”Mona nicht. Aber Tania. In Malmö wartet ein Spezialtransport nach Helsingborg. Und danach komm ich auch nach Hause. Zwischendrin fahr ich noch kurz von Hamburg einen Trailer zum Bär.“ „Nach Odense?“ „Ja, genau. Und wie sieht’s bei dir aus? Hat alles geklappt mit dem langen Zug?” ”Jo, alles geklappt. Ist zwar ungewohnt mit nem Hängerzug zu fahren. Aber geht alles. Ich hab den vorhin gerade an der CirkleK in Mölletofta abgestellt. Morgen früh geht’s weiter. Mit nem Zehner sollte ich dann auch bis Uppsala kommen.” ”Solange sich die anderen Verkehrsteilnehmer zu benehmen wissen und du nicht im Stau rumstehen musst.” ”Ja klar. Stau kann man ja nicht planen. Aber ich denke mal positiv. So, ich hau mich jetzt in die Falle.Sov gott och ha söta drömmar.” ”Gute Nacht. Und was Süßes träumen sollte machbar sein. Schlaf du auch gut. Schick dir nen Kuss durch die Leitung.” ”Ich schicke einen zurück. Die treffen sich auf halber Strecke.”
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Mittwoch, Rastplatz A14 Ludwigsluster Kanal Ost
Ich hab da son Piepen auf’m Ohr… Augen auf. Achso… mein Wecker im Handy. Wieso klingt der eigentlich so komisch? Ist da die olle SD-Karte mal wieder abgeschmiert? Wäre ja nicht das erste mal. Egal, kümmere ich mich später drum.
Ein Besuch am Edelstahlpissoir. Zähne putzen und ne handvoll kaltes Wasser ins Gesicht. Als ich zum Scania zurück komme sehe ich schon wie mein Nebenmann an einer Staubox seines Trailers rumturnt. ”Moin.” ”Hallo Stellplatznachbar. Schicken Trailer hast du.” ”Danke. Mir gefällt der auch. Gehört aber meinem Kunden.” ”Achso, bist du gar nicht vom Bode selbst?” ”Nö. Bin selbstfahrender Unternehmer.” ”Auch nicht schlecht. Lohnt sich das denn? Und ’n Kaffee???” ”Grundnahrungsmittel, aber gerne doch. Was das lohnen angeht… Es ist halt selbst und ständig. Und man hat auch so einiges zu entbehren – meine Frau zum Bleistift würde ich gerne öfter sehen. Aber ansonsten kann ich schon sagen, dass ich mir selbst einen Traum erfüllt habe und meine Frau lebt den auch mit.”
”Fährt sie bei dir mit?” ”Meistens bin ich alleine auf Tour und sie mit ihrem Truck auch. Hin und wieder fahren wir zusammen. Oder sitzen auch mal beide im Büro. Gibt da keine festen Zeiten oder vorherbarsehbaren Momente, außer das Sandra wenn dann überwiegend im regionalen und nationalen Bereich fährt.” ”Wo wäre das genau?” ”Die Gegend um Uppsala und Stockholm.” ”Oha. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Du klingst so… wie soll ich
sagen… norddeutsch.” ”Das liegt daran, dass ich nicht weit von hier, in Wismar, geboren und aufgewachsen bin.” ”Und wie kommt man dann nach Schweden?” Ich muss lachen. ”Fühle mich gerade wie beim Verhör…” ”Tschuldigung. Musst du nicht beantworten, wenn du nicht magst. Bin halt neugierig.” ”Schon ok. Die Antwort ist der Klassiker… Im Urlaub die Frau der Träume kennen gelernt. Nie vergessen und dann aus einer fixen Idee bei der nächsten Tour dorthin, damals noch als Angestellter, sie wieder getroffen und gefragt was passiert, wenn
ich in ihre Gegend ziehen würde…” Ich gucke in meine Tasse. ”Hmmm, die hat ein Loch. Ebbe im Gefäß.” Während mir mein Stellplatznachbar nachschenkt sagt er: ”Ich bin übrigens Stephan.” „Christian.”
Das Gespräch geht noch einige Minuten weiter. Nebenher mache ich meine Abfahrtskontrolle.
”Danke für den Kaffee. Ich muss jetzt aber los.” ”Bitte. Gerne. Scheinst ein entspannter Mensch zu sein. Gibt’s ne Möglichkeit dich zu erreichen?“ Ich reiche ihm eine Visitenkarte rüber. ”Wenn ich nicht ans Handy gehe, liegt das Ding irgendwo in der Ecke rum. Rufe dann aber immer zurück.” ”Ok. Danke und gute Fahrt.” „Dir nachher auch.“
Ich kletter ins Fahrerhaus und mein Magen knurrt. Hmpf… zwei Tassen Kaffee reichen dir als Frühstück wohl nicht. Zum Glück habe ich vom Vortag noch ein Käsebrötchen im Kühlschrank. Das verdrücke ich während ich den Zug langsam vom Parkplatz zirkel.
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An der Abfahrt Schwerin-Nord verlasse ich die A14 und wechsele auf die B104. Cambs, Brahlstorf, Thurow, Brüel, Weitendorf, Sternberg, Witzin. In Prüzen biege ich dann nach links in die Bützower Straße. Über die L11 geht es jetzt weiter nach Tarnow. Kurz darauf dann schon das Ortseingangsschild von Bützow. Zwei mal rechts, dann bin ich im Nebelring. Über eine kleine Seitenstraße rolle auf den Hof von TSU Bode. Ich stelle den Zug seitlich vom weißen Gebäude ab.
Im Büro klingeln die Telefone. Eine junge Frau kommt mir entgegen. ”Kann ich Ihnen helfen?” ”Guten Morgen. Möglicherweise. Ich bin vom hansekontor und hab einen von euren Trailern den ich von Hamburg über Wernigerode hierher bringen sollte.” ”Da bitte einmal zu Andreas in die Dispo. Dort hinten.” ”Alles klar.”
Um 08:00 Uhr habe ich den Trailer abgesattelt und die Papiere unterschrieben. Ich rolle solo vom Hof. Nächster Halt: Hamburg.
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An der Werkstatt in Hamburg angekommen halte ich mich nicht lange auf. Ich hole mir bei Josephine im Büro die Trailerpapiere, sattele den Eisbär-Kühlschrank auf und mache mich auf die Socken nach Odense.
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Es ist 17:00 Uhr als ich beim Bär auf den Hof rolle. Im Büro ist noch Licht an. Ich stelle den Trailer an der Seite ab. „Moin Petra. Moin Bär. Entschuldigt, dass ich hier so unangemeldet reinplatze – aber es passte heute so, dass ich euch einen von den Chereau aus Hamburg vorbeibringe.“ „Kein Problem. Eigentlich ist immer jemand da, es sei denn du kommst mitten in der Nacht. Kaffee?“ „Jo, gerne.“ „Wie weit seit ihr mit den Trailern allgemein?“ „Ein paar Chereau bringen dir meine Leute aus Hamburg noch. So bis zum 19. sollte das alles durch sein. Dann sind da nur noch drei die in Uppsala stehen. Die bringen Sandra oder ich auch noch runter. Sollte bis Ende des Monats werden. Und dann geht’s an die Profiliner. Die haben wir im Laufe des Februar dann auch hier. Die kommen alle aus Hamburg.“ „Sehr schön.“
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Als ich kurz nach 21:00 Uhr den Scania abstelle sind die anderen Fahrzeuge der Niederlassung auch dort und die Halle dunkel. Der Schwerlast-MAN und der R730-Motorwagen zusammen mit meinem weißen AMG in der Halle. Und der R400 Serie4 von Felicia, sowie die beiden R360 Serie4 die sich Kian & Hanna sowie Carl & Linn teilen draußen davor.
Ich telefoniere noch kurz mit Sandra und gehe dann schlafen.
Donnerstag, Malmö.
Ich bin früh auf den Beinen. Ich bin gerade mit dem Frühstück fertig und mache mir die zweite Tasse Kaffee als Felicia und die beiden Fahrerpärchen reinkommen. „Chef im Haus…“ höre ich Felicia sagen. Das ändert aber nichts dran, dass die Pärchen noch rumalbern und Kian seiner Hanna gar aus Spaß an der Freud auf den Po klatscht. „Du Macho. Was soll denn der Chef von uns denken?“ meckert sie ihn gespielt an. „Na was wohl? Oder glaubt ihr ich spiele das Spiel mit Sandra nicht auch?“
Nachdem alle mit Kaffee versorgt sind trollen sich die Pärchen und machen sich auf zum Dosenverschieben. Felicia hat noch einen Augenblick Zeit. „Wie geht’s deinem Paps?“ „Ole geht’s gut. Der freut sich, dass er seine Enkelin jetzt wieder für ein paar Tage hat, während ich mit dem Wagen, der mal seiner war, auf Tour gehe.“ „Bereut er es damals aufgehört zu haben?“ „Nein, ich glaube nicht. Er weiß sein Geschäft bei euch in guten Händen. So, ich mach mich vom Acker. Bis die Tage.“
Auch bei mir geht’s wieder auf die Straße – eben fix einen leeren Trailer zum IKEA zum Vorladen bringen…
