Kapitel 4 – Junge du weißt gar nicht wie gut Du es hast

Ich folgte der Einladung und fuhr zu Volvo. Das neue Team war das genaue Gegenteil des bisherigen. Ob die Arroganz des Teams, dem ich im Frühjahr begegnet war, zu diesem Tausch beigetragen hatte, konnte ich nur vermuten. Aber jetzt war jeder Kunde mit jeder Anforderung willkommen.

Es gab Zugmaschinen zu konkurrenzfähigen Preisen. Natürlich würde Volvo immer in einer anderen preislichen Liga spielen als Iveco, die Materialien waren dann von ihrer Anmutung auch etwas hochwertiger.

Die Qualität der Italiener war aber längst besser als in den dummen Sprüchen der Kollegen immer noch vorgegaukelt wurde, die vermutlich nie in einem Iveco gesessen hatten. Da rappelte nichts mehr und schneller als die Konkurrenz gerostet war allenfalls der EuroStar. Ja, TurboStar und T-Serie neigten auch zur schnellen Auflösung, aber Mercedes NG oder MAN F9 waren jetzt auch keine Wunderwerke des Korrosionsschutzes.

Der Stralis war bei passender Pflege auch unauffällig, die Wahrscheinlichkeit, ein verhätscheltes Einzelunternehmer-Liebhaberstück zu bekommen, war bei Scania oder Volvo aber höher als bei Renault und Iveco, was im späteren Leben dann oft erklärte, warum die Schweden besser dastanden. Sie hatten die bessere Pflege im Vorleben.
Die Lieferzeit schreckte mich jedoch ziemlich ab. Die wenigen Vorführfahrzeuge waren quasi unverkäuflich, die Verkäufer stapelten die Bestellungen bei diesem Event auf ihrem Schreibtisch und vermutlich sah es auch bei anderen Händlern dank der Promotion so aus.

Also verließ ich die Veranstaltung und machte mich auf den Weg zu meinem halbitalienischen Händler mit den Angeboten, die ich nicht ablehnen konnte. In der Iveco-Niederlassung Recklinghausen stand ein sehr edler Kaffeevollautomat und als Kunde bekam man grundsätzlich ein Heißgetränk angeboten. Wobei ich eigentlich nicht der Kaffeetrinker vor dem Herrn war. Mit genug Milch ging aber alles. Da ich zwei Jahre Unterricht in der Schule hatte und Mario das mal bei einem Gespräch raus gefunden hatte, fand auch mal gerne auf Ausländisch. Allerdings war nicht viel mehr als dieses Speisekartenitalienisch hängen geblieben: Ciao Ricky! Espresso, Cappuccino? Nuovo camion? Ispezione?“ „Cappuccino per favore. E camion maggiore.“ „Was sagst Du zu dem neben der Tür auf dem Podest?“

Ich sah mir die Zugmaschine an. Es war ein Stralis Active Super, also das alte Modell mit Hochdach und ohne Spoiler. Darin konnte ich wenigstens aufrecht stehen. Dazu war die werksmäßige Seiten-Vollverkleidung montiert. Die Zahl 420 in der Typenbezeichnung verriet den verbauten Motor, wobei das Datenblatt im Kleingedruckten „High Performance 483 PS“ auswies, also hatte er schon Chiptuning bekommen. „Das ist ein Vorführfahrzeug aus einer anderen Niederlassung. Die haben ihn abgegeben, um einen Hi-Way in die Ausstellung zu nehmen. Das alte Design ist natürlich als Auslaufmodell günstiger zu haben.“

Nach kurzer Verhandlung über den Preis und die Inzahlungnahme meines alten LKW war er meiner. Bei Mahad und Vinni bestellte ich schon mal das ADR-Paket und die Folien, drei Tage später stand mein neues Fahrzeug in meinen Farben und einsatzbereit neben der Lahrmannschen Werkstatt. Und plötzlich war mein LKW nicht mehr der mit dem kleinsten Fahrerhaus, sondern der mit dem größten. Mal sehen, wie er sich im Einsatz machte.

Die Woche ging am Montagmorgen los. Für andere Leute ein normaler Start in die Arbeitswoche, aber als Trucker konnte einem so ziemlich alles andere auch passieren. Der erste Kunde saß hier in der Stadt, es gab einen Tanktainer mit Abfällen aus der Herstellung von Impfstoffen. Der Grippe-Malaria-Tetanus-Cocktail sollte in Ostrava unschädlich gemacht werden.

Die Route führte zuerst nach Kassel und dann über die A4 weiter nach Osten. Mein Navi hatte allerdings andere Pläne, weil dort mal wieder ein Megastau war. Also fuhr ich einen längeren Abschnitt Bundesstraße. Bei Dresden an einer Tankstelle legte ich meine Schlafpause ein.

Am nächsten Morgen warf mich der Wecker früh raus, um halb Sechs stieg ich nach dem mäßigen Frühstück in meinen LKW, noch bevor die Sonne über den Horizont gekommen war.

Quer durch Polen und dann über die Grenze nach Ostrava führte die weitere Route. Hier war meine nächste Fracht dann Kaliumhydroxid, das ich bei ENI abholen konnte. Der Empfänger war Linde in Bratislava.
Mit meiner Lenkzeit schaffte ich es noch bis kurz vor Brno. Am nächsten Tag fuhr ich weiter und erreichte die slowakische Hauptstadt.

Bei Linde bekam ich sofort einen Tanktainer mit Aluminiumalkyl als Anschlussfracht. Der Empfänger war nun wieder ENI, dieses Mal in Ljubljana. Ich fuhr durch Österreich und meine nächste Pause verbrachte ich auf dem Platz an der Grenze vor einem beeindruckenden Bergpanorama.

Schließlich kam ich in Ljubljana an. Weil meine Fahrzeit um war, aber ich noch eine Menge Zeit bis zum Abend hatte, sah ich mich nach dem Abliefern und Parken in der Stadt um. Bei dem Zeitdruck während der Arbeit war mir jetzt nach Ruhe, also besichtigte ich den Dom.

Am nächsten Morgen holte ich wieder bei ENI eine Ladung ab, Sprengstoff für einen Steinbruch zwischen Stuttgart und Mannheim. Nach einer unruhigen Nacht auf einem Rastplatz hinter München lieferte ich am Freitagmittag im Steinbruch ab. Zwischen den ganzen großen Anlagen und den steilen Felswänden im Steinbruch kam mir mein Truck winzig klein vor. Wenigstens konnte ich hier gleich meine Anschlussfracht aufnehmen, ein ausrangierter Vorratstank. Wenn ich mich gut ran hielt, sollte ich es bequem vor Ablauf meiner Wochenlenkzeit nach Perugia schaffen.

Mein Navi schickte mich, weil der Münchner Ring mal wieder ein großer Parkplatz war, über eine Umleitung via Mittenwald nach Innsbruck. Das war so nicht geplant und somit würde meine Tour nun doch knapper werden. Auf der Fahrt sah ich einen Ballon über der Herbstlandschaft. Ob es so ein großer Spaß war, bei den Temperaturen Ballon zu fahren?

Bei Bruneck in Südtirol machte ich meine Pause. Nun wurde es doch hektisch. Meine Wochenlenkzeit reichte laut Navi nur noch ganz knapp.
Ich lieferte bei Fercam ab, fuhr zum Hotel und checkte ein. Die nächsten zwei Tage saß ich nun von Rechts- und Linkswegen für meine Wochenruhe in Perugia fest, bevor ich eine maximal 33-Stunden-Woche einlegen durfte.

Mit Perugia hatte ich die falsche Stadt erwischt, viele Sehenswürdigkeiten für die zwei Tage hatte sie nicht zu bieten. Aber irgendwie bekam ich die Zeit doch rum. Am Dienstag brach ich dann endlich zu meiner Woche Kurzarbeit auf. Mein Ziel war es, am Ende wieder zu Hause zu sein. Es ging aber erst einmal mies los. Die erste Fracht war nicht in Perugia abzuholen, sondern in dem kleinen Dorf Fabriano an der Strecke nach Ancona. Und genau dort sollte der Radlader auch hin. Es dauerte eine Stunde und zwanzig Minuten von Perugia zur Strabag in Fabriano, noch mal so lange bis zu DB Schenker in Ancona.

Bei Schenker konnte ich auch gleich den nächsten Auftrag mitnehmen, allerdings wieder nur Regionalverkehr. Mit 11 Tonnen Feuerwerk machte ich mich auf den Weg nach Bologna.
Den endlos langen Berg von Ancona hinauf in die Hochebene hatte mein LKW trotz der geringen Last und der besseren Leistungsreserven als sein Vorgänger noch viel zu tun. Ich beneidete den Fahrer des MAN, der mich locker stehen ließ. Wann würde ich mir endlich einen Truck mit 600 PS leisten können?

Auch in Bologna konnte ich direkt umspannen. Direkt neben meinem Stellplatz für das Feuerwerk wartete ein Vorratstank auf einem Tieflader auf mich. Er durfte allerdings noch ein Bisschen warten. Die Ladungssicherung war unter aller Sau, schlaffe Spanngurte und keine Keile unter dem Tank, der nur auf ein paar Latten lag, reichten mir nicht. Ich rief also den Lademeister herbei und ließ ihn nachbessern. Er meckerte herum, dass ich seine Mittagspause beendet hatte, nicht ahnend, dass ich ihn verstand. Zwar riskierte ich nicht den Versuch, ihm in seiner Muttersprache zu antworten, aber immerhin auf Englisch konnte ich mir meinen Kommentar nicht verkneifen: „Wenn Du es sofort vernünftig gemacht hättest, bräuchtest Du jetzt nicht nachbessern und hättest Mittagspause!“
Er sah mich böse an, während ich erst mal den Fahrtenschreiber auf Pause umstellte, denn das würde länger als die geforderte Unterbrechung von 45 Minuten dauern. In der Zeit betrachtete ich meinen tarnfarbenen LKW. Blau und Gelb sollte man ja an sich nicht so bezeichnen, aber neben einem Trailer von Willi Betz vor einer Halle von Dachser verschwand mein Stralis quasi in seiner Umgebung. Dann ging ich zum Mittagessen zu einer Pizzabude um die Ecke.

Nach über eine Stunde war der Tank zu meiner Zufriedenheit unterfüttert und abgespannt. Ich machte mich auf den Weg aus der Stadt auf die Tangenziale di Bologna. Am Übergang auf die Autobahn musste ich inzwischen nicht mehr groß aufpassen, die richtige Spur zu nehmen. Da man nicht überall mit der Kreditkarte bezahlen konnte, war das nicht immer so einfach. An so einem Tag wie heute wäre mir allerdings ein Telepass-Gerät lieber gewesen, damit ich nicht jedes Mal an der Mautstation mit der Karte hantieren musste.

Auf der Autobahn konnte ich mich dann aufbauen, als ich das Rennen der Generationen gewann. Mein frisierter 420er lief auf einen LKW auf, der sich beim Überholen als neuer Stralis Hi-Way entpuppte. Allerdings hatte auch der nur 460 PS und vermutlich das vierfache Gewicht in seinem vollen Tankauflieger, verglichen zu dem leeren Bottich hinter mir mit seinen 6 Tönnchen.

Als meine Lenkzeit zu Ende war, gab es weit und breit keinen Parkplatz. Also stellte ich mich bei Genua auf einen der Plätze hinter der Maustation. Es wurde eine unruhige Nacht neben aufheulenden Motoren von Fahrzeugen, die die Station passierten und nun wieder beschleunigten. Ich sollte mir angewöhnen, Gehörschutz mitzunehmen. Irgendein Kühlaggregat oder vorbeifahrender Verkehr vermasselte einem wohl immer die Nacht. Allerdings war dann das Risiko gegeben, dass einem nicht einmal mehr der Wecker die Nacht vermasseln konnte. Andererseits hatte ich zwangsweise 11 Stunden Zeit auf dem Parkplatz zu verbringen, so lange konnte wohl kein gesunder Mensch am Stück schlafen.

In Frankreich setzte ich meine Fahrt fort. Kurz vor meinem Ziel Marseille lag ein schönes Segelschiff vor Anker.

Ich wurde meinen Tank schnell bei Linde los und fuhr zu Hellmann, einen Tanktainer Diesel aufnehmen. Auch hier ging es flott mit den Papieren. Danach verließ ich das überteuerte Marseille, meine Mittagspause wollte ich lieber an der Autobahn einlegen, sogar das dürfte billiger sein als diese Touristenfalle.

Auf dem Rastplatz hielt gerade noch ein Lastzug. Das Kennzeichen war so französisch wie die Zugmaschine und bei der fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Es war ein optisch ziemlich mitgenommener Renault R385 Major, dafür mit umso mehr im Alltag überflüssigen und nicht unbedingt günstigen Anbauteilen, ein seltsamer Kontrast.

Ich unterbrach meinen Weg, um mir dieses Gefährt kurz anzuschauen. Auch die beiden Fahrer des alten Renault waren ausgestiegen und machten sich auf dem Weg ins Rasthaus. Der ältere war wohl Ende 20, der jüngere Anfang 20. Sie sprachen Deutsch, was zwar bei dem Nachnamen auf der Tür nicht ganz unwahrscheinlich war, aber mich trotzdem überraschte. Also begrüßte ich sie: „Hallo, schön hier ein Bisschen Muttersprache zu hören.“ Der jüngere antwortete: „Für uns auch, außer uns spricht ja sonst keiner hier Deutsch. Ich bin Julian.“ „Oh, wie unhöflich von mir. Ich habe mich gar nicht vorgestellt. Ich heiße Ricky.“ Der ältere von den beiden begrüßte mich auch noch: „Hallo, Marlon.“

Nachdem wir uns in dem SB-Restaurant mit Essen versorgt hatten, setzte ich mich mit Marlon und Julian an einen Fenstertisch. „Da habt Ihr aber einen altgedienten LKW.“ „Ja. Die Zugmaschine ist Multimillionär, knapp über 2 Millionen Kilometer. Eine davon mit uns, vor allem mir.“ „Und nichts neues in Aussicht? Denn so nach Liebhaberstück sieht die nun ehrlich gesagt auch nicht aus.“ „Nein, wir sind froh, wenn der noch läuft, zu mehr als den Verschleißteilen reicht die Kohle nicht.“ Der Blick, den Julian von seinem Bruder kassierte, hieß wohl so viel wie „Halt den Mund, das geht keinen was an!“ „In 1 bis 2 Jahren ist dann mal ein modernerer gebrauchter drin. Bis da hin ist bergauf bei uns immer vorne.“ „Kenne ich. Habe meine Firma vor einem halben Jahr gegründet und war bis vor ein paar Wochen noch mit einem auf knapp 360 PS gechipten Stralis 310 unterwegs. Das war wohl die gleiche Klasse.“ „Bei den PS ja. Aber sonst nicht. Die R-Serie ist halt eine Konstruktion aus den 70ern. Laut, unbequem, Fuller will auch geschaltet sein…“ „Ich hab vor 13 Jahren auf einem TurboStar als Angestellter angefangen – mit Fuller! Die Generation kenne ich auch noch.“ „Der TurboStar hatte aber wenigstens eine vollwertige Wohnausstattung serienmäßig. Wir haben in dem Ding alles nachrüsten müssen, das war eher das Sparpaket, lief Linie im Fernverkehr. Bordeaux – Paris und am nächsten Tag zurück. Unser Kocher ist außen und mit Gas betrieben. Wenigstens auch eine Dusche, mit Tank unterm Spoiler und ausklappbarer Brause rechts neben dem Wagen. Sonst würde man es mit uns wohl nicht aushalten, wenn wir uns auf Langstrecke nicht mal ein Hotel leisten. So muss es in den 70ern und 80ern auf der Orientroute gewesen sein.“ „Langstrecke? Ich dachte eigentlich, Ihr fahrt damit nur noch Kurz- und Mittelstrecke.“ „Nein, wir sind gerade auf dem Weg nach Rostock und dann nach Ungarn weiter, kommen von 2 Wochen Nordafrika. Dazwischen waren wir nur mal kurz in Montpellier, aber da haben wir eh nur ein Zimmer bei unserer Tante. Wir wohnen im Laster.“ „Da drin?“ Ich zeigte auf das Französische Nationalmuseum für Transportgeschichte auf dem Parkplatz. „Wo drin sonst?“ Marlon war nun ein Bisschen gereizt. Julian lenkte schnell ab: „Wohin musst Du fahren?“ „Nach Brüssel. Komme aus Perugia via Marseille und bin letzte Woche über Polen, Tschechien, Slowenien und Süddeutschland in Italien angekommen.“ „Und wo wohnst Du?“ „Im Container. Hinter meiner Garage stehen zwei von den Dingern und versuchen eine Wohnung zu sein. Ein Wohnschlafzimmer mit Kochnische, getrenntem Büroraum und Bad auf 30 Quadratmetern Wellblechbaracke. Aber die Antwort, die Du eigentlich haben wolltest, ist Bochum.“ Dass ich außer dem neuen LKW nicht wirklich mehr Luxus als sie hatte, stimmte Marlon auch wieder versöhnlich: „Ach, noch einer aus dem Pott. Gebürtig sind wir Essener.“ „Dafür bin ich dazu gezogen. Bin gebürtiger Sauerländer, zwischenzeitlicher Hesse, Waliser und Kölner. In Bochum bin ich erst mit der eigenen Firma im April gelandet. Wenn Ihr mal im Ruhrgebiet seid, könnt Ihr ja mal versuchen, ob ich zufällig gerade zu Hause bin.“ Ich schob Julian meine Visitenkarte rüber.
Wir verabschiedeten uns voneinander und hechteten durch den inzwischen aufgezogenen Regen zu unseren Trucks.

Hinter Lyon war meine Tageslenkzeit zu Ende und ich steuerte einen Parkplatz an. Er hatte keinerlei Gebäude, also weder ein Restaurant noch Toiletten und Dusche. Eine Mikrowelle hatte ich im Fahrerhaus, für den Toilettengang über Zäune in den Wald zu klettern war auch keine Neuigkeit mehr. Aber in diesem Moment wünschte ich mir den Außentank und die Dusche von Marlon und Julian herbei. Zwei Tage nur mit Wasser aus dem Kanister waschen. Ihr Vorratsbehälter war zwar auch nur ein Kanister, aber das Wasser kam von oben und nicht vom Waschlappen oder aus der hohlen Hand.

Am nächsten Tag fuhr ich durch Frankreich Richtung Luxemburg, legte meine Mittagspause an der französisch-luxemburgischen Grenze ein, wo ich dann auch endlich mal duschen gehen konnte. Mit Ablauf meiner Lenkzeit schaffte ich es noch zu Monsanto bei Brüssel, aber keinen Meter weiter. Ich parkte den Trailer ein, ging ins Büro und gab meine Papiere ab. Dabei fragte ich die Mitarbeiterin: „Kann man hier auf dem Gelände übernachten?“ „Nein. Wir schließen nachts das Tor ab und der Sicherheitsdienst hat genaue Anweisungen.“ „Was mache ich denn jetzt? Ich darf noch 3 Minuten fahren.“ „Weiß ich auch nicht, aber hier bleiben geht nicht.“ „Ist die Zufahrtstraße auch privat?“ „Nein.“

Also parkte ich meine Zugmaschine direkt vorm Tor an der Baustellenabsperrung, wo neue Rohre zu der Niederlassung verlegt wurden und krabbelte in die Koje.

Am nächsten Morgen fuhr ich zu ND in die Innenstadt von Brüssel, wo ich noch als Lückenfüller eine Tour nach Lüttich bekommen hatte. Mit drei werksneuen Sattelaufliegern auf einem Tieflader ging es zum Endspurt.
Nach dem Abliefern fuhr ich Solo zurück nach Bochum und erreichte 9 Minuten vor Ende der Zweiwochen-Lenkzeit meine Garage.

Am Abend ging es mit dem Auto nach Köln und ich sah mir zusammen mit Marco mal wieder ein Eishockeyspiel an. Die DEL-Saison 2013/2014 war mittlerweile in vollem Gange. Die Haie schickten im rheinischen Derby die Krefelder Pinguine mit einem deutlichen 6:1 nach Hause. Ein schöner Abschluss für zwei stressige Wochen.

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