[Woche 4] – Kühlware. Vorstellungsgespräche. Und immer noch Mietwagen



Montag, Hirtshals.
Das Wochenende war gefühlt wie Campingurlaub. Wenn auch nicht in der Form geplant. Ich bin entsprechend erholt. Da meine Disponenten vergangene Woche ein wenig geschlafen haben muss jetzt erst mal etwas für die beginnende Woche her. Ich fahre den Laptop hoch und schaue in den Frachtmarkt. Wie am Freitagabend: gähnende Leere im Bereich Hirtshals. Na Klasse. Ich erweitere den Suchradius und finde 2 Einträge in Aalborg. Der erste betrifft einen Leeren Tieflader, der innerorts von einer Werkstatt zu einer Baustelle verbracht werden soll. Tagesfüllend ist das nicht gerade. Mal schauen was der zweite Eintrag bereit hält. Dort steht lediglich eine
Telefonnummer. Keine weiteren Informationen. Irgendwie kommt mir die Telefonnummer aber bekannt vor. Daher rufe ich kurzentschlossen an: „Spedition Bode. Grube.“ „hansekontor. Christian Dansör., Moin.“ „Moin. Was kann ich so früh für Sie tun?“ „Ich stehe gerade in Hirtshals. Beim Blick in den Frachtmarkt bin ich auf einen etwas ungewöhnlichen Eintrag gestoßen. Keine Informationen. Nur die Telefonnummer und Aalborg. Lange steht der auch noch nicht drin.“ „Oha.“ „Oha???“ „Ja, den Eintrag verfasse ich gerade. Ist eigentlich noch gar nicht fertig.“ „Vielleicht können Sie sich die weiteren Eingaben ja sparen…“ „Möglicherweise. Es geht um einen Kühlauflieger mit Frischfisch. Der muss nach Edinburgh, heute Mittag soll der beim Kunden raus. Die Zugmaschine die dafür vorgesehen war ist wegen eines Unfalls nicht verfügbar. Den Fahrern ist nicht viel passiert; aber die Doppelbesatzung fällt trotzdem erst einmal aus und die Zugmaschine ist Schrott.“ „Mit Doppelbesatzung kann ich nicht dienen. Wenns zeitlich trotzdem passt und ich den Trailer dann dort vor Ort lassen kann, kann ich Ihnen weiter helfen.“ „Ja, das wäre in beiden Punkten kein Problem. Sie müssten nur zwischen 13:30 Uhr und 14:00 Uhr in Aalborg beim Kühllager sein. Und bis Donnerstagabend in Edinburgh. Ich sehe gerade dass Sie hin und wieder für uns ziehen…“ „13:30 Uhr schaffe ich. Und ja, korrekt. Hin und wieder. Konditionen wie üblich zuzüglich 3 Prozent sind für Sie hoffentlich in puncto Rechnungsstellung in Ordnung?!“ „In diesem Fall ja. Ich nehme den Eintrag jetzt aufgrund Ihrer mündlichen Zusage aus dem Frachtmarkt gleich wieder raus und schicke Ihnen die Daten per Mail.“ „Alles klar.“
Das hat ja schon mal geklappt. Ich schaue noch einmal auf den ersten Eintrag. Das passt zeitlich noch vor den Kühlauflieger. Die Frachtrate für die recht kurze Umsetzstrecke passt auch. Ich rufe die angegebene Telefonnummer an und reserviere mir den Auftrag. Anschließend setze ich mich in meinem Disposystem bis Donnerstagmittag auf belegt.





Auf dem Weg nach Aalborg klingelt mein Telefon. Berliner Vorwahl. „Moin Mona. Ich wusste dass du gleich anrufst.“ „Tach Chris. Ähm ja. Ick bin irjenwie immer noch nich janz klar, dass ick das letzte Woche mit deinem Anschluss vadüst hab. Und nu sacht das Dispo dass du bis Donnerstag belegt bist.“ „Joa, das is richtich so.“ „Varätst du womit?“ „Erst kurz innerhalb Aalborg einen Tieflader umparken. Danach gibt’s Fisch.“ „Schwimmst du mit dem Fisch im Kreis, oder wieso bis Donnerstag Mittag?“ „Edinburgh. Knapp 2000km.“ „Ok. Brauchst du dann diese Woche noch was?“ „Rein rechnerisch wäre noch Luft. Rufe mal beim Veredler in Grimsby an. Wenn der am Freitag mit meiner Zugmaschine fertig ist, dann ist es erst mal wichtiger den Mietwagen wieder wegzubringen.“ „Ok. Ick frach nach und sach dir dann Bescheid.“





Die Fahrt nach Aalborg und auch das Umsetzen des Tiefladers ist innerhalb von 2 Stunden nach der Abfahrt in Hirtshals erledigt.




Wie vereinbart bin ich um 13:30 Uhr am Kühllager. Im Büro werde ich schon erwartet. Einen Kaffee, ein paar Unterschriften. Dann bin ich auch schon wieder auf der Piste. Aufgrund der langen Strecke habe ich beschlossen meine beiden 10er gleich heute und morgen auf die Karte zu tackern.
Unterwegs rufe ich zuerst bei James an um ihn auf den Stand der Dinge zu bringen. Danach wähle ich die Nummer von meiner Münchener Niederlassung: „hansekontor in München. Sie sprechen mit Vivien.“ „Hi Vivien. Christian hier. Wie geht’s dir? Du hattest ja die letzten Woche Schule…“ „Ach so weit gut. War ja jetzt der letzte Block. Mittwoch noch die Prüfung. Aber die schaff ich schon. Und auf Berlin ab Freitag freu ich mich.“ „Ich drück dir für die Prüfung die Daumen. Was hast du mit Sandra wegen Berlin abgesprochen? 3 Wochen oder 6?“ „6. Duuuu… Annyka winkt gerade rüber, sie möchte dich sprechen.“ „Gut, stell mich mal rüber.“„Griás de. I hod heid fria scho wieda den Maia-Flink do.“ „Hattet ihr ihm am Freitag nicht Bescheid gegeben?“ „Doch, scho. Ea hod heid den Vatrog voabei gebracht, damit Sandra den am Mittwoch unterschreibn konn. Mia hom übas Wochenend 4 Bewerbunga rein griagd. De Gspräche dazua macht Sandra aa am Mittwoch do.“ „OK. Kannst du mir noch kurz einen Überblick geben wo sich alle so rum treiben?“ „Sandra heid und moang Nahvakeah Scania. Danoch Flug noch Minga. Donald is mid Fliagateiln unterwegs noch Paris. Zwischendrin hod ea in Hamburg bei Jungheinrich no zwoa Paletdn eingesammelt. De stäit ea in Düsseldoaf in de Niederlassung. Kim is grod in London los. DHL fia Minga und Wean. Ida dürfte grod wieda in London gelandet sei. Maare düst heid in Minga rum. Moang noch Frankfurt, Mittwoch zrugg. DHL und Lufthansa, wia oiwei. Anna hod fia Lufthansa Easatzteile gelon de noch Arlanda gengan. Lucy fahrd in Düsseldoaf fia unsan gejbn Kundn – de Woch moi koa Inseltour vo Düsseldoaf aus. Und Katie hod vo Lufthansa oan Rundlauf Tegl – Prog – Warschau – Dresdn – Tegl drin schdengan.“ „Gut dass du langsam gesabbelt hast. Sonst hätt ich nix verstanden.“






Mein Telefon klingelt. Von der Zeit her müsste es Sandra sein. Ohne drauf zu gucken gehe ich ran: „Hallo Schatz.“ „Nix Schatz. Anyka do.“ „Oh. Tschuldigung. Mit dir hab ich nich gerechnet.“ „Scho in Oadnung. I woite grod Bescheid gebn, dass Roman aus St. Petersburg okema is und bei Maia-Flink obgesattelt hod. Am Donnersdog is sei Ruggladung fertig.“ „Ok. Danke.“ Mit einem Augenzwinkern füge ich hinzu: „Lass den Jung leben.“ Da ich das Telefon eh gerade in Betrieb habe rufe ich noch bei Sandra an. Noch zwei weitere ereignisslose Stunden, dann ist meine Fahrzeit voll. Die Nacht verbringe ich auf dem Autohof Sittensen. Viel Auswahlmöglichkeit habe ich nicht bei der Stellplatzwahl. Meine Nachbarn müssen wohl oder übel mit dem Kühlerlärm leben.




Dienstag, Sittensen.

Es ist 07:30 Uhr. Ich habe noch zweieinhalb Stunden Zeit bis meine Pause voll ist. Ich gehe im Autohof frühstücken. Als ich zurück zum Scania gehe klingelt mein Telefon. Um nicht wieder ins Fettnäpfchen zu latschen werfe ich einen Blick aufs Display. Die Nummer meiner Berliner Niederlassung. „Juten Tach. Wer stört?“ „Na wer woll. Icke. Deine Zugmaschine is Freitag fertich.“ „Guuut. Dann brauchst du für mich diese Woche nichts mehr weiter einplanen. Klär bitte mit dem Vermieter, dass ich den Dreiachser am Freitag an der Station Carlisle abgebe. Von dort brauche ich dann einen PKW um nach Grimsby zu kommen.“ „Jebongt.“ Ich habe gerade aufgelegt. Da klingelt das Telefon schon wieder. Dieses mal ist es Sandra: „Hej min älskling.“ „Na du. Ich wollte nur kurz Bescheid geben, dass ich gleich im Flieger sitze.“ „Das ist lieb von dir. Guten Flug. Ich mach jetzt noch Abfahrtskontrolle und dann geht’s weiter Richtung Insel. Am Freitag hab ich meinen V8 wieder.“ „Das klingt gut. Ich hab übrigens für den neuen Fahrer einen Volvo im Blick. Ein Dreiachser, wie der den ich in Berlin gefunden hatte. Der in Berlin ist aber schon weg. Der jetzige steht in München; gucke ich mir gleich heute Abend noch an.“ „Ich hoffe der passt. Räumlich günstig steht er ja.“ „So, ich muss zum Flieger. Fahr vorsichtig. Liebe dich.“ „Ich dich auch.“ Telefon weg und ab auf die A1. Die 10 Fahrstunden bis zum belgischen Brügge vergehen zwar nicht ganz staufrei, aber weitgehend ereignislos und ohne Telefonklingeln.

Mittwoch, Brügge.
Es ist 06:00 Uhr. Da ich noch Zeit habe bis die Pause voll ist mache ich mir zuerst Frühstück und schaue dann bei einer Tasse Kaffee in die Dispo. Die Tourenpläne stehen bis zum Ende der Woche.
Donald geistert in Nordfrankreich umher und bleibt übers Wochenende in Nantes stehen.
Kim startet später von München nach Wien und wird dann zum Wochenende in der Niederlassung München stehen, mit DHL-Ladung für London.
Ida macht Nahverkehrswoche. Hat es etwa was gebracht, dass ich mit James über das Thema neue Leute und die Wochenenden gesprochen hab?
Maria fährt heute aus Frankfurt zurück nach München. Morgen und Freitag steht dann auch bei ihr Nahverkehr für unsere festen Kunden.
Anna ist noch unterwegs nach Arlanda. Am Freitag fährt sie in Uppsala und Umgebung diverse kleine Kunden ab um eine Ladung Sammelgut für München zusammen zu stellen.
Katie ist noch mit dem Rundlauf zugange, am Freitag dann auch bei ihr Nahverkehr.

Ich gucke auf die Uhr – Zeit mich langsam abfahrbereit zu machen. 08:30 Uhr. Abfahrt. Die nächsten 2 Stunden verbringe ich auf der E40 und der A16. Bei Dünkirchen bremst mich eine Baustelle etwas aus. Am Eurotunnel angekommen bin ich mit dem Checkin dank Eurotunnel Freight Account schnell durch.







Als ich in Folkestone den Eurotunnel-Bereich verlasse meldet mein Telefon einen verpassten Anruf in Abwesenheit. Ich rufe zurück: „hansekontor in London. James hier.“ „Moin James. Du hattest versucht mich anzurufen.“ „Ja. Mit dem Truck-Vermieter ist laut Mona die Abgabe in Carlisle abgeklärt. Kannst du im Laufe des Freitag jederzeit machen. Für die Weiterfahrt nach Grimsby wird dort dann ein Mini dort stehen. Und wenn du dann schon in Grimsby bist sollst du Freitag noch beim Vertriebsleiter vom Gabelstapler-Händler reinschauen.“ „Ok. Sonst noch irgendwas?“ „Aktuell nicht.“







Um London fahre ich nordöstlich herum. An Birmingham vorbei erwartet mich an der Mautstation der M6 ein kleiner Stau. Danach geht es wieder flüssig weiter. Gegen 17:00 Uhr meldet sich Sandra: „Hej. Ich bin schon wieder auf dem Weg zum Flieger, daher gibt’s nur eine kurze Zusammenfassung: Der Volvo war ein Volltreffer. Sehr wenig Kilometer und prima Ausstattung. Genau das richtige für Fernverkehr. Er bekommt jetzt noch ein paar Extras und eine Folierung.“ „Dann fehlt jetzt nur noch der Fahrer dafür.“ „Hör mir auf. Wir hatten ja übers Wochenende vier
Bewerbungen rein bekommen. Alle vier hatte ich heute zum Gespräch eingeladen. Der erste ist gar nicht gekommen. Natürlich ohne Abmeldung. Der zweite hatte sich die Stellenausschreibung scheinbar gar nicht durchgelesen – als ich von den Russland-Touren sprach guckte er mich an wie ein Auto.“ „Lass mich raten… der hat von Nahverkehr mit nem dicken Truck geträumt?“ „Genau das. Nummer drei war ein kurzes Gespräch. Fachlich in Ordnung. War mir aber nicht wirklich sympathisch.“ „In wiefern?“ „Schwer zu beschreiben. Du kennst das sicher… es gibt Menschen, die einem von Anfang an liegen. Und welche, die das nicht tun. Ich hab ihm gesagt, dass wir uns zum Ende der Woche bei ihm melden.“ „Und Nummer 4?“ „Das war dann Tom. Der ist über Vivien auf uns aufmerksam geworden. Gehört zu ihrem Freundeskreis. Er ist zwar erst Anfang zwanzig, aber ist bisher nur Fernverkehr gefahren.“ „Unser Mann?“ „Ja. Übernächste Woche fängt er an. Ich muss jetzt auflegen, Check-In.“ „Das ist gut. Lieber einen guten jungen Fahrer, der weiß was auf ihn zukommt, als einer der bisher nur Nahverkehr kennt. Dir einen guten Flug. Schreib mir ne Nachricht, wenn du zu Hause bist.“ „Mache ich.“







Kurz nach 18:00 Uhr erreiche ich mein Tagesziel Sandbach. Als Stellplatz für die Nacht wähle ich einen Supermarktparkplatz, da ich meine Vorräte eh noch auffüllen muss.




Donnerstag,Sandbach.
Kurz vor 05:00. Mein Wecker erzählt mir was von Aufstehen. Da der Kühler in dem Moment auch anspringt lasse ich das mit dem nochmals umdrehen dann auch sein. Auf dem Telefon ist wie erwartet die SMS von Sandra. Ich koche mir einen Kaffee und beginne mit der Abfahrtskontrolle. Frühstück gibt’s heute dann während der Fahrt. Um 05:30 Uhr rolle ich in Richtung M6 auf die ich in Richtung Norden auffahre.
Um 11:45 Uhr erreiche ich mein Ziel in Edinburgh. Natürlich voll in der Mittagspausenzeit. Es heißt mal wieder warten.
Nach der Mittagspause wird mir dann aber zügig ein Tor zum Absatteln zugewiesen. Papierkram und Absatteln dauern dann aber in der Summe doch eine halbe Stunde. Gegen 13:00 Uhr fahre ich dann mit dem Dreiachser solo vom Hof.







15:30 Uhr. Ich bin bei der Vermietstation in Carlisle angekommen. Unterwegs habe ich noch wie vereinbart den Tank aufgefüllt. Die britischen Dieselpreise sind nicht gerade unternehmerfreundlich. Gut dass ich für meine Mädels eine eigene Tanksäule in der Niederlassung und große Tanks an den Fahrzeugen habe; da fahre ich auf lange Sicht günstiger mit.
Im kleinen Bürocontainer treffe ich auf einen jungen Mann in Blaumann. „Moin. Ich hab da einen Scania der heute an Sie zurück gehen soll.“ „Hallo. Welches Fahrzeug genau? Der Linkslenker aus Schweden?“ „Ja.“ „Tank voll? Irgendwelche Schäden?“ „Voll. Wie vereinbart. Schäden: keine. Nur bisschen schmuddelig vom britischen Mistwetter.“ „Das ist nicht schlimm. Geben Sie mir mal bitte Papiere und Schlüssel.“ „Papiere können Sie schon bekommen. Schlüssel brauche ich noch um meine Sachen rauszuholen. Bei Ihnen müsste ein Mini für mich bereit stehen.“ Er gibt mir die dazugehörigen Papiere und Schlüssel. Dann gehen wir gemeinsam raus. Während ich meine Sachen umräume fertigt der Blaumannträger das Übergabeprotokoll. Alles in Ordnung.
Um 16:30 Uhr fahre ich mit dem Mini vom Hof. Schon wieder mit einem Rechtslenker fahren… Weit ist mein Weg allerdings nicht. Ich habe mich entschlossen im nahe gelegenen Hotel einzuchecken. Bevor ich mir einen Imbiss zum Abendessen und einen Pub für den Abend suche führe ich noch das allabendliche Telefonat.




Freitag, Carlisle.
Frisch geduscht und mit Frühstück vom Buffet im Bauch checke ich um kurz vor 08:00 Uhr aus. Ich hatte gehofft, dass ich mit dem Mini für die einhundertneunzig Meilen bis Grimsby etwa drei Stunden brauche. Aber Berufsverkehr und eine Baustelle haben richtig Zeit gekostet. Am Ende war ich fast fünf Stunden unterwegs als ich beim Gabelstapler-Händler ankomme. Ich melde mich am Empfang: „Hallo. Christian Dansör, vom hansekontor. Ich sollte heute im Laufe des
Tages bei Ihrem Vertriebsleiter reinschauen.“ „Einen kleinen Moment bitte, ich rufe eben oben an.“
Zehn Minuten später werde ich vom Vertriebsleiter abgeholt. „Schön, dass Sie kommen konnten. Bisher habe ich ja nur mit James aus Ihrer Londoner Niederlassung sprechen können. Kaffee?“ „Ja, gerne.“ Im folgenden Gespräch berichtet mir der Vertriebsleiter über die Geschichte des Unternehmens… „…und es ist für uns sehr hilfreich, dass wir mit Ihnen die Möglichkeit haben sowohl in London als auch in Düsseldorf für unsere Servicetechniker Ersatzteillager zu  unterhalten. Wie sieht es an Ihrem Standort in Rostock aus; bestehen dort ebenfalls Möglichkeiten für ein Lager?“ „Grundsätzlich ist mit entsprechend Vorlaufzeit vieles möglich.Es  kommt drauf an, was sie vor haben. Aktuell ist die Niederlassung recht klein und es ist wie in London und Düsseldorf kein Lagerist vorhanden.“ „Es geht vorrangig um Platz. In nächster Zeit werden wir als Servicepartner für Kalmar zertifiziert… …London und Düsseldorf sind dafür schon einmal gute Standorte. Rostock wäre als Ausgangspunkt für die norddeutschen und polnischen Kunden für unsere Techniker ideal.“ „Soll heißen, dass Sie die beiden vorhandenen Lager räumlich erweitern müssten und Rostock hinzukommt? Wie erwähnt, bisher sind in meinem Unternehmen keine Lageristen angestellt.“ „Das ist kein Problem. Das Personal wird über uns angestellt.  Standardteile von Kalmar laufen sowieso über Paketdienste rein und über die Techniker raus; es ist nicht so umfangreich wie die Jungheinrich-Stapler und Gebrauchtstapler, da es sich rein um den Wartungsservice von Kalmar drehen wird.“ Wir vereinbaren, dass wir uns demnächst wieder zusammensetzen, wenn ein konkreter Zeitplan vorliegt.







Als ich den Gabelstapler-Händler verlasse klingeln mir ein wenig die Ohren. Das Projekt ist durchaus umfangreich. Das Standbein Warehousing auszubauen ist aber auf jeden Fall sinnvoll. Dass sich der Kunde nach nur vier Wochen Zusammenarbeit mit solch einer Anfrage an mich wendet bestätigt die gute Arbeit, die meine Angestellten bisher für ihn geleistet haben.
Ich fahre zum Veredler um mir meinen Scania anzuschauen. Das Ergebnis überzeugt mich.



Da meine Fahrzeiten im Rahmen der Doppelwoche aber bereits ausgereizt sind muss ich mit einer Probefahrt bis Montag warten. Alles was ich übers Wochenende nicht brauche räume ich schon einmal in den Scania. Danach mache mich auf zum Hotel in dem ich erst vorletztes Wochenende gewesen bin. Ich hatte mich nicht angemeldet, bekomme aber trotzdem problemlos ein Zimmer. Da ich den Mini übers Wochenende nicht mehr brauche gebe ich ihn an der Vermietstation, die in der Nähe liegt, ab und gehe zu Fuß zurück. Den Fußmarsch nutze ich um Sandra kurz über die Neuigkeiten zu informieren; als zweite Geschäftsführerin muss sie das wissen. Bedenken oder Einwände hat sie nicht.
Als ich aufgelegt habe klingelt mein Telefon direkt wieder. „Hi. James hier.“ „Moin James. Noch kein Wochenende?“ „Gleich. Du musst ja noch wissen wie du kommende Woche weiter machst. Dein Scania ist ja wieder fertig.“ „Ja, nur ob fehlender Fahrzeit kann ich den erst am Montag früh wieder bewegen.“ „Kein Problem. Um 08:00 Uhr legt die Fähre aus Rotterdam in Hull an. P&O zieht dir einen DHL-Trailer von Deck. Ab 09:00 Uhr kannst du aufsatteln. Den stellst du dem gelben Riesen in London auf den Hof. Dann gucken wir weiter.“ „OK. Schönes Wochenende.“ „Dir auch.“





Samstag und Sonntag, Grimsby.
Den Samstag nutze ich um beim Grimsby Canoe Club vorbei zu schauen – ich schließe mich einer tagesfüllenden Wandertour mit einem Mietkajak an.
Am Sonntag nutze ich dann zur Erholung ausgiebig Sauna und Pool des Hotels. Später telefoniere ich ziemlich lange mit Sandra zwecks Urlaubsplanung. Noch 3 Arbeitswochen bis er anfängt. Wo es hin geht wird noch nicht verraten.

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