Freitagnachmittag, Flughafen Arlanda.
Es ist 17:00 Uhr. Sandra fährt den BMW auf den P45 in der Nähe von Terminal 2. Die Boeing 737 von Scandinavian Airlines aus St.Petersburg ist bereits gelandet. Wir gehen in den Ankunftsbereich vom Terminal 2 und warten darauf, dass Alexej und Yanaa aus dem Zoll kommen.
Nach einer Weile tauchen die beiden auf. Nach der herzlichen Begrüßung bringen wir das Gepäck zum BMW. „Lasst uns in die SkyCity etwas essen gehen. Steffy landet nachher mit dem EuroWings-Flug um 19:25 Uhr.“
…
Kurz vor 20:00 Uhr ist Steffy dann auch da. Sandra hatte ihr eine SMS geschrieben, wo sie uns findet. Zu fünft gehen wir zum BMW.
…
Gegen 21:00 Uhr kommen wir in der Marina Stockholm an und entern das Boot. Steffy bezieht eine Kajüte im Bug. Alex & Yanaa, sowie Sandra & ich nehmen jeweils eine im Heck. Die zweite Bugkajüte bleibt für Maria, die morgen Mittag ankommen wird.
Der Rest des Abends vergeht dann bei ein paar Gläsern Wein und amüsanten Gesprächen an Deck. Um Mitternacht verziehen wir uns für die Nachtruhe in die Kajüten. Sandra kuschelt sich an mich und die leichten Wellen im Hafenbecken schaukeln uns in den Schlaf.
Samstag, Marina Stockholm
Die Möwen kreischen. Ein Duft von frischen Brötchen und Kaffee weckt mich. Linkes Auge auf. Rechtes Auge auf. Beide wieder zu. „God morgon min älskling.“ Sandra gibt mir einen Kuss. Ich mach die Augen wieder auf und erwidere. „Guten Morgen, Süße.“ „Du siehst niedlich aus, wenn du schläfst.“ „Du hast mich beobachtet? Seit wann bist du wach?“ „Na klaro. So oft habe ich das Vergnügen ja nicht. Ich bin vor gut zwanzig Minuten wach geworden.“ Als wir aus der Kajüte klettern sehen wir, dass wir die letzten sind, die noch gelegen haben.

Gemeinsam mit den anderen frühstücken wir ausgiebig. Danach verabschieden sich die Mädels – sie wollen ein wenig in die Stadt zum shoppen.
Ich nutze die Zeit um mit Alexej geschäftliches zu besprechen: „Dein Fahrer Roman hat für uns ja die Maier-Flink-Touren gefahren. Montag fängt mein neuer Fahrer Tom an. Am Dienstag geht er dann das erste Mal auf Tour.“ „Mhm. Roman hat da ja auch noch die Tour. Da fahren die beiden zusammen.“ „Genau. Annyka sprach die Woche davon, dass der Maier-Flink die Touren gerne ausbauen würde. Das hatte er wohl von Anfang an geplant, aber nicht verraten. Roman hat zuverlässig gearbeitet und spricht gut deutsch. Ich könnte mir vorstellen, dass ich euch für die Tour fest als Kooperationspartner fahren lasse. Und Annyka…“ „…wird drei Kreuze machen. Roman hat mir schon am Telefon von ihr erzählt. Ich glaub da haben sich zwei gefunden. Von meiner Seite sehe ich da keine Probleme. Bei uns fangen demnächst zwei Neue an – deswegen auch die beiden Scania, die wir holen.“ „Wie viele Fahrer habt ihr dann?“ „Zehn Angestellte. Dazu mich regelmäßig auf Tour und Yanaa bei Bedarf. Und im Fuhrpark Scania und MAN“ „Wie bei uns. Nur dass wir auch DAF und Volvo mit im Fuhrpark haben. Der Actros wurde uns ja genommen. Da frage ich mich eh was in den Köpfen vorgeht – ’ne Werkstatt anzünden, jemanden die Existenz nehmen.“ „Das werden wir wohl nie verstehen.“
…
Gegen 14:00 Uhr rollt ein MAN TGX in die Marina. Meine Fahrerin Maria springt aus dem Führerhaus und begrüßt mich und Alexej fröhlich. „Hi ihr beiden. Wo ist der Rest?“ „Die sind noch shoppen. Die wollten um 15:00 Uhr wieder da sein.“ „Ach so. Also pünktlich zur Kaffeezeit. Ich hab unterwegs noch nen Kuchen eingefangen.“
Kurz nach 15:00 Uhr sind die Mädels dann auch von ihrer Shoppingtour zurück. Da wir nun komplett sind fahren wir mit der Yacht raus auf den Baggensfjärden.

Zum Abend suchen wir uns an der Insel Sumpholmen eine Bucht in der wir für die Nacht vor Anker gehen.
Sonntag, Sumpholmen.
Der Abend ist in der geselligen Runde ziemlich lang geworden. Als Sandra aus dem Bad wieder in die Kajüte kommt flüstert sie: „Die anderen schlafen noch.“ „Dann lass uns leise Frühstück vorbereiten.“ Ich gebe ihr einen Kuss, dann machen wir uns daran den Tisch an Deck klar zu machen. Nachdem wir damit fertig sind schlafen die anderen immer noch. Wir klettern nach vorne zum Bug, setzen uns an die Reling und genießen die Morgensonne.
Langsam kommt Leben ins Boot – es riecht plötzlich nach frischem Kaffee.
Nach dem Frühstück nutzen wir den Tag noch einmal um auf dem Baggensfjärden zu segeln.

Am Abend legen wir wieder in der Marina an, bleiben aber noch für eine weitere Nacht an Bord.
